Metalearth.de  
    Login oder Registrieren
::  Home  ::  Reviews  ::  Interviews  ::  Konzertberichte  ::
 
   
Navigation
· Home
· News
· News Archiv
· Board
· Reviews
· Interviews
· Konzertberichte
· Impressum
   
Supported by:

Incrave
April 2008



Der Gitarrist Jon Bålefalk der schwedischen Band Incrave stand unserer Redakteurin Britta Krauss Rede und Antwort zum neuen Album. Viel Spaß beim Lesen!


Hallo Jon und vielen Dank, dass du dir Zeit für unser Interview nimmst.Incrave
Hallo, und ich danke dir für dieses Interview. Interviews bereiten mir immer eine große Freude, also liegt der Dank in dem Fall ganz bei mir.

Da euch wahrscheinlich noch nicht jeder kennt, wäre es schön, wenn du dich und die Band “Incrave” unseren Lesern vorstellen könntest.
Wir haben die Band im Jahr 2001 unter dem Namen „Evergrace“ gegründet und spielten ein paar Jahre zusammen, bis wir dann zwei Demos aufnahmen und die Band aus schulischen und anderen Gründen erstmal auf Eis gelegt haben.
2006 kontaktierten Ulterium Records mich und fragten, ob wir interessiert daran wären, ein Album aufzunehmen. Also rappelten wir uns wieder auf und begannen Material für unser erstes Album zu schreiben. Nach der Veröffentlichung traten Probleme mit unserem Band-Namen auf und es gab dann ein Re-Release unter dem Namen „Incrave“.
„Incrave“ zählt sechs Mitglieder: Johan Falk singt, Josef Davidsson am Schlagzeug (Josef ist mein jüngerer Bruder), Jonathan Stenberg am Keyboard, Martin Davidsson am Bass, David Ohlsson an der Gitarre und ich, Jon Bålefalk, ebenfalls an der Gitarre. Außer Johan sind wir alle miteinander verwandt.

Wessen Idee war es, eine Band zu gründen?
Wir haben alle Eltern, die viel Musik gemacht haben und der Wunsch mal auf einer großen Bühne zu stehen, brachte uns wohl dazu, diese Band zu gründen. Ich glaube also, dass es eine gemeinschaftliche Entscheidung war.

Leider scheint “Incrave” in Deutschland noch zu den Insider-Tipps zu gehören. Wie sieht es mit dem Erfolg in anderen Ländern und besonders in eurem Heimatland Schweden aus?
Ja, unser erstes Album hat wirklich gutes Feedback von der Presse und von anderen Leuten, besonders aus Schweden und der USA erhalten. Im restlichen Europa lief die Promotion nicht so gut wie jetzt für „Dead End“. Wir hoffen also, mit diesem Album mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ich hatte auch schon die Möglichkeit in „Dead End“ reinzuhören und bin wirklich begeistert. Wie sehen die bisherigen Reaktionen aus und was erwartet ihr von der Veröffentlichung?
Freut mich zu hören, dass es dir gefällt. Die Reviews werden so langsam veröffentlicht und bis jetzt sind diese auch echt gut ausgefallen. Natürlich mag nicht jeder das Selbe, aber alles in allem wurden unsere Erwartungen durchaus übertroffen. Die Reaktionen, die wir über Kommentare in unserem MySpace und über E-Mails von Leuten aus der ganzen Welt erhalten haben sind bis jetzt einfach großartig.

IncraveKannst du uns kurz in ein paar Worten erzählen, worum es in den einzelnen Songs geht?
Hier musste ich mir ein bisschen Hilfe von unserem Sänger Johan holen. Für uns ist es wichtig, dass der Hörer die Lyrics auf seine eigene Art und Weise interpretieren kann, d.h. die Songs können für euch etwas komplett anderes bedeuten, als sie es für uns tun.

Shattered:
Wir wollen nicht nur ein weiterer Zuschauer von Dingen, die in unserer Welt geschehen, sein.

The forgotten:
Was haben wir mit all der Zeit angestellt, die uns gegeben wurde? Schau dir die Welt an, wie sie heute ist. War das alles so gedacht?

A shadow in the dark:
Unser Selbstzweifel ist meist der Ursprung von Schmerz und Leid. In der Dunkelheit kann der Schatten nur von demjenigen gesehen werden, der von seinen Ursprüngen weiß.

The touch of death:
Für wie lange können wir in der Welt leben, wie wir sie heute kennen. Sind wir auf dem Weg, sie mit all dem Hass und der Unterdrückung zu zerstören?

Unveil the truth:
Wenn du etwas sagst, werden dein Körper und deine Handlungen verraten, ob du hierbei die Wahrheit sagst, oder nicht.

Shades of me:
Manchmal kann unsere eigene Person das sein, was uns am meisten beängstigt. Wir brauchen jemanden, der uns so sieht wie wir sind und nicht, wie wir es sein sollten.

An empty soul:
Die Angst und Unterdrückung uns selbst gegenüber ist etwas, das Leute heutzutage sehr herunterziehen kann.

Scream in silence:
Die Angst davor, niemanden zu haben und ganz alleine da zu stehen.

Never more:
Ich will nicht mehr nur für mich selbst leben.

Dead end:
Hohe Positionen, Macht und viel Geld bringen nicht viel, wenn du weißt, dass deine Zeit abläuft. Der Tod ist der Weg, aus dem du dich nicht einfach rauskaufen kannst. Incrave

Mir gefällt das Lied “Scream in Silence” ganz besonders gut. Welches ist dein Lieblingslied auf „Dead End“ und warum?
Ich mag den Titel Song “Dean End” am liebsten. Die Gitarrenriffs gefallen mir hier und ich bin auch der Meinung, er hat den stärksten Refrain.

Hat sich “Incrave” deiner Meinung nach seit “The Escape” verändert, und wenn ja, auf welche Art und Weise?
Also ich denke, wir haben uns als Musiker und Songwriter seit „The Escape“ sehr verbessert. Wir haben unsere komplette Energie reingesteckt, um gute Melodien zu schaffen, und ich finde, wir haben das auch ganz gut hinbekommen.

“Dead End” ist eure zweite CD. Wie liefen die Aufnahmen und hat alles so funktioniert, wie ihr es euch vorgestellt habt, oder traten unerwartete Komplikationen auf?
Eigentlich lief dieses Mal alles so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Bei unserem ersten Album ergaben sich im Studio noch einige Veränderungen, was den ganzen Prozess etwas verzögerte. Es gab beim ersten Mal also ziemliche Spannungen. Für das neue Album haben wir zwei Voraufnahmen aller Tracks gemacht, eine als wir diese geschrieben haben und eine später, die wir dann auch fürs Studio verwendet haben. Das hat die Aufnahmen sehr vereinfacht und wir kamen dadurch schneller voran.

Wie funktioniert das Songwriting bei euch? Wer schreibt die Lieder und inwieweit ist der Rest der Band hier mit einbezogen?
Angesichts der Entfernung, die zwischen uns allen liegt, schreibt bei uns jeder selbst Songs, die wir dann später ins Internet laden, wo wir diese dann auch diskutieren. Wenn jemandem eine bessere Idee für eine Überleitung einfällt, nimmt er sie neu auf und lädt sie erneut hoch. Das geht so weiter, bis wir alle mit den Liedern zufrieden sind.

Ihr seid noch sehr junge Musiker. Habt ihr euch bereits komplett der Musik verschrieben, oder arbeitet ihr noch nebenher?
Wir müssen alle Geld verdienen und arbeiten zu Tages- oder Nachtzeiten.

IncraveIn welchen Ländern habt ihr bisher Konzerte gespielt und wo hat euch das Publikum am besten gefallen?
Wir haben live in Schweden, Norwegen und in der Schweiz gespielt. Ich muss sagen, dass bis jetzt das Publikum in Schweden das beste war. Wahrscheinlich, weil uns hier einfach mehr Leute kennen. Das wird sich hoffentlich ändern und vielleicht wird sich meine Antwort ja bald ändern. Haha

Gibt es irgendwelche Musiker, mit denen du gerne mal auf der Bühne stehen würdest?
Oh ja, viele! Es wäre echt cool mit Black Sabbath zusammen mit Ozzy als Sänger zu spielen, oder mit meiner Langzeit-Lieblingsband Metallica in ihren alten Zeiten.

Was sind eure Pläne für die nahe und ferne Zukunft? Werden wir die Möglichkeit haben euch mit eurem neuen Material in Deutschland zu sehen?
Für die nahe Zukunft gibt es einige Pläne bezüglich Live-Auftritten im Sommer. Ich glaube, es wird im September sogar ein Konzert in Deutschland geben. Live-Termine gibt’s auf unserer Website oder unserem MySpace. Für die Zukunft kann ich nur spekulieren. Hoffentlich erhält das Album Aufmerksamkeit in der ganzen Welt und eröffnet uns hiermit neue Tore. Und natürlich werdet ihr auch in vielen Jahren hoffentlich weitere „Incrave“-Alben erwarten können.

Eine wichtige Frage: Was hältst du von Online Musikmagazinen? :-)
Ich mag Online Magazine echt gerne. Natürlich vermittelt es auch ein besonderes Gefühl, etwas in den Händen zu halten, aber ich glaube ehrlich gesagt, dass die gedruckten Magazine am aussterben sind. Zum Beispiel lese ich auch nicht mehr die Zeitung in Papierformat, sondern nur noch online, weil es so einfach ist und auch immer aktuell. Wenn es also eine Online Magazin-Crew gibt, die ihre Bemühungen da voll reinsteckt, werden vor allem deren News immer besser sein als die der Musikmagazine, die nur einmal im Monat ins Haus flattern.

Gibt es zum Schluss noch etwas, das unsere Leser dringend wissen müssen?
Kauft euch unser neues Album „Dead End“ und schaut auf unserer MySpace-Seite vorbei www.myspace.com/incrave um ein paar Samples zu hören und die aktuellen Tourdates einzusehen.

Vielen Dank für das Interview, Jon!
Nichts zu danken, ich danke dir!


Interview: Britta Krauss
Fotos: GerMusica
Review: Incrave - Dead End








Copyright © by Metalearth.de Alle Rechte vorbehalten.

Publiziert am: 2008-05-25 (4495 mal gelesen)

[ Zurück ]

Access Denied