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To the darker grounds - Demos
08.11.2009




Ups! Hier lief was falsch! Hätte, hätte, hätte.
Im Grunde ist es müßig, doch bin ich ein riesengroßer Fan von Grundsatzdiskussionen. So auch im Falle der finnischen To the Darker Grounds. Was wäre, wenn die Eltern besagter sechs Jungs 15 Jahre vorher auf die Idee gekommen wären, sich vor einem flackernden Kamin aneinander zu reiben? Was wäre, wenn die Symbiose aus deftigen Riffs, nordischer Melancholie und geschrienen Vocals, kurzum Melodic Death Metal genannt, erst später ihre Ursprünge gefeiert hätte? Was wäre, wenn – Nun, eins ist sicher: To the Darker Grounds wären jetzt sicherlich überall, nur nicht in ihrem Studio in Finnland bei den Aufnahmen zu ihrer sechsten Demo.

Zur falschen Zeit am falschen Ort. In diesem Fall in Adams Waschkessel. Anders ist es nicht zu erklären, dass To the Darker Grounds trotz drei extrem starker Demos das große Publikum bis dato verwehrt blieb. Während mein Review zu „Blind Leading Blind“, dem Debüt der schwedischen Los sin nombre durchaus stellvertretend für große Teile des Nachwuchses der Melo Death Szene betrachtet werden kann, biedern TTDG sich den herrschenden Konventionen in keinster Weise an und erschaffen so ein völlig individuelles Klangbild. Für die inzwischen ach so typischen Thrash Einflüsse oder Metalcore Anleihen ist in diesem kein Platz. Stattdessen spielen die sechs Finnen Melodic Death Metal in Reinkultur mit einer fetten Betonung auf dem „Melodic“. Vor allem die Gitarrenarbeit ist an dieser Stelle hervorzuheben. Unglaublich facettenreich und vielschichtig klingen diese aus den Boxen und lassen Songs wie das grandiose „Twisted Meaning“ zu einer wahren Achterbahnfahrt aberwitzigster und doch in sich geschlossener Riffs werden. Unterstützend wirkt dabei ein dezenter Einsatz kristallklarer Synthies, der immer wieder an die Genre-Nachbarn von Children of Bodom erinnert, im Kontext der übrigen Instrumentalarbeit allerdings für ein völlig anderes Klangbild sorgt. Ein Ausdruck, der nicht nur das Instrumentalspiel beschreibt! So sind es auch die Vocals, die immer wieder aufhorchen lassen. Äußerst lebendig bewegt sich Sänger Olli-Pekka Rissanen in gepressten Screams durch die Songs, illustriert melancholische Welten und lässt seine Stimme ohne Scream-Clean Kontraste oder die leidig 08/15 mäßigen Shouts für sich sprechen.

Womit wir wieder bei der Ausnahmestellung der sechs Finnen wären. In einer hoffnungslos überlaufenen und weitestgehend gesichtslosen Szene, beschränken sich To the darker grounds auf das, was ihnen Spaß macht und vermeiden dabei den Blickkontakt zu den Vorreitern des Genres. Entsprechend frisch und individuell klingen die hier vorgestellten drei Demos und dabei auf technisch hohem Niveau, sowie einer ansehnlichen Tonqualität. Bleibt nur noch zu sagen: Ran an die Töpfe! Ich kann mich auch nach ausgiebigem Genuss nicht auf meine Lieblingsdemo festlegen – Lasst mich wissen, ob ihr es könnt!

Download:
Hinter diesem Link verbirgt sich das Mikseri-Profil der Band. Die einzelnen Songs ladet ihr mit einem Rechtsklick auf "Lataa Mp3" und dem obligatorischen "Speichern unter" auf eure Festplatte. Viel Spaß!


Ups! Hier lief was falsch!
Tracklist „III“ (2005):
01.Without regret
02.Grandeur
03.Subsides
04.My lie
05.Tragedious insickening
06.Damage

Tracklist „No way out“ (2005):
01.Face alone/Fall of man
02.Disarray

Tracklist „Promo 2008“ (2008):
01.Heretic Heroes
02.Faith in Nothing
03.Dance of Illusion
04.Twisted Meaning


Autor: Torben Knöpfler
Photos: http://www.darkergrounds.net








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Publiziert am: 2009-11-08 (2437 mal gelesen)

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