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Wacken Open Air 2007
Ein Nachbericht



Es ist der erste Donnerstag im August und wir befinden uns im vollgepackten Corsa. Wo könnte es da wohl hingehen? Na klar, nach Wacken natürlich! Wohin denn sonst?


Wacken 2007 Als wir uns dem Metal-Mekka nähern, wunderten wir uns über verwaiste Umleitungsschilder auf der Autobahn und Müllzierde auf der Zugangsstraße... Hmm da war wohl gestern Stau dachten wir uns. Später erfuhren wir dann, dass dieser den halben Tag andauerte, da die Wiesen ja wie angekündigt nicht alle zum Parken genutzt werden konnten und es Probleme beim Befüllen der Flächen gab. Leute! Reist doch Mittwochs an, wenn die Veranstalter schon so wehement darum bitten! So wurde alles plattgefahren und plattgetrampelt und ihr hattet den Salat...

Die erste Begehung des Festivalgeländes offenbarte schonmal die Erkenntnis: je mehr Stroh, desto versink! Aber an dieser Stelle ein riesiges Lob ans Wacken-Team, die die Flächen super hergerichtet hatten! Das hätte wohl lange nicht jeder so hinbekommen. Das Strohproblem gab es hauptsächlich außenrum, im direkten Bühnenbereich gab es eine riesige Schicht Rindenmulch, die es auch angenehm zum Stehen machte. Einen Zwischenfall gab es allerdings in Form eines Strohfeuers, weil es der Wettergott gut meinte und pünktlich zum Wochenende Sonnenschein bescherte, aber das bekam man auch schnell in den Griff.

Eine große Verbesserung war die Verlegung der Partystage, die mehr Platz vor den Hauptbühnen und der Partystage selber schaffte und außerdem Soundüberschneidungen vermied. Das Wetter war wie gesagt gnädig, bis auf die Tatsache, dass es nachts KALT war. Aber nun los mit dem musikalischen Inhalt!


Donnerstag

Wacken 2007

Blitzkrieg

Der Donnerstag sollte mit Blitzkrieg einen ruhigen Anfang nehmen, denn die "Strapatzen" der fahr zehren doch schon an den Kräften. So galt es bei den NwoBHMlern eine ruhige Kugel zu scheiben. Denkste, denn alles andere war der Fall. Die Jungs legten eine fulminanten Gig hin., da konnte auch ein kleiner Regenschauer gegen Ende nichts dran ändern. Sänger Brian Ross zeigte sich von seiner besten Seite und gut gelaunt. Da könnte sich so mancher Jungspund mal eine Scheibe von abschneiden.
Neben altem Material gab es natürlich auch neues Material, was wenig später nach dem Auftritt in den Plattenläden zu finden war. Von "Theatre of the Damned" gab es auch zwei Songs zu hören, wobei einer der Titeltrack selbst war. Der Song haute dermaßen rein, sodass einem die Haare zu Berge standen vor Spannung.
Der Gig war also sehr gut und machte Laune auf das kommende Album.


Sodom
Wacken 2007

Nach einer kleinen Pause zur Stärkung gab es das Highlight des ersten Tages. Sodom durftena uf die Bühne. Im Vorfeld wurde dieser Jubiläumsgig groß angekündigt und allerhand Gäste sollten erscheinen.
Begonnen wurde, wie nicht anders zu erwarten war, mit neueren Songs der Marke "Blood On Your Lips" oder "City of God". Was danach kommen sollte, überspielte alles dargewesene. Sämtliche alten Bandmitlgieder, mit Ausnahme von Chris Witchunter, gaben sicha uf der Bühne zu den jeweiligen Schaffenphasen die Klinge in die Hand. Es wirkte Stellenweise so, als hätte sich das Karussell nie gedreht. Außer Peppy wirkte ein wenig schüchtern, was aber daran liegen mag, dass er wohl nicht mehr vor so einer großen Menge stand.
Ein Gast schaffte es sogar Tom Angelripper die Show zu stehlen. Andy Brings, deer mal wieder eine viel zu kurze und enge Hose trug, sorgte für den einen oder anderen Aufseher, da er mehr Stimmung machte, als Onkel Tom das ganze Set über.
Der geniaslte Moment war eine a capella Darbietung von "Der Wachturm", bei dem man dem Publikum weißmachen wollte, dass dies nicht geplant gewesen sei. Egal, genial war es dennoch.
Das Set wurde mit den üblichen Klassiker "Ausgebombt", "The Saw Is the Law", "Outbreak of Evil" und "Bombenhagel" geschlossen.
Eins sei noch angemerkt: Die Show war mehr Pyro-Show, als die beim Rock Hard Festival seinerzeit angekündigte "Special Pyro Show".

Setlist:
Blood On Your Lips
Wanted Dead
City Of God
Axis Of Evil
Blasphemer
Proselytysm Real
Christ Passion
Magic Dragon
Tarred & Feathered
One Step Over The Line
Wachturm
Get What You Deserve
Abuse
Frozen Screams
The Vice Of Killing
Napalm In The Morning
Sodomy and Lust
Ausgebombt
The Saw Is The Law
Outbreak Of Evil
Bombenhagel


Freitag


Wacken 2007Suidakra

Der Freitag fing gemütlich um 11 Uhr an, da man es ab 9 sowieso nicht mehr um Zelt aushielt. Die Zeltluft war nicht der Grund für das frühe aufstehen, sondern Suidakra, die mit ihrem aktuellen Werk "Calledonia" sehr überzeugen konnte und dieses nun mit nach Wacken brachten.
Auf der Bühne zeigten die Jungs auch direkt, dass das neue Material durchaus live-tauglich ist. spielfreude war vorhanden. Vor allem Bassist Marcus hörte glaub ich gar nicht auf die Matte kreisen zu lassen. Da wurde einem schon beim Hingucken schwindelig.
Unterstützt wurde die vier Ruhrpottler bei ihrem Streifzug durch die Bandgeschichte von einen Dudelsackspieler, wodurch man auf die Konserver verzichten konnte und das Material authentischer rüberkam.
Ein Klasse Auftritt von einer Band, die schons eit 13 Jahren dabei ist. Da ist man direkt motiviert wird den Rest des zu absolvierenden Programms.


Napalm Death

Eigentlich wollte ich Napalm Death ja komplett gesehen haben, aber da es während Amorphis vor der True Stage anfing zu brennen, machte man erst einmal mit den Briten weiter, wodurch ich nur die letzten drei Songs mitbekam. Nichts desto trotz bewahrheitete sich mal wieder, dass Barney imemr noch ncith müde ist. Dies konnte man vor allem daran ausmachen, dass er wie ein wilder über die Bühne rannte und kaum eine Minute stillt stand.
Schade, davon hätte ich gerne mehr.
Wacken 2007

Amorphis

Auf Grund des geraed beschriebenen vorfalls habe ich dann das restliche Set von Amorphis mitbekommen. Im Grunde ist dies nicht ganz meien Musik, aber die Jungs konnten einen doch ein bisschen mitreißen, auch wenn der Funkte - diesmal bildlich gesehen - nicht auf mich übersprang. Die Fans hatte gewiss ihren Spaß. Für mich war dieser kleine Ausflug in den Welt von Amorphis ein wenig Wissensbereicherung und ein Lückenfüller bis Therion.


Wacken 2007Therion

Das erste wirkliche Highlight des Tages waren für mich zumindest nominel Therion, die allerdings zum Leidtragen der Atmosphäre bereits am Nachmittag auf die Bühne durften.
Dies tat der Stimmung dennoch keinen Abbruch, da sich eine Menge Leute vor der True Metal Stage einfanden, um den Schweden bei ihrem Treiben zuzugucken und der Klänge, die da kommen mögen, zu lauschen.
Die Setlist konzentrierte sich auf die späte Schaffensphase. Frühere Werke wurden ganz außer Acht gelassen. Verwunder auch nicht, denn Christofer Johnsson hatte ja angekündigt die Pre-Theli-Ära nicht meht zu berücksichtigen.
Natürlich gibt es genug guten Stoff der Alben danach. Diese wurden auch gezgt. Darunter befanden sich unter anderen "The Rise of Sodom und Gomorrah" direkt zu Beginn, "Ginnungagap", "Cults of the Shadows" und der Therion Songs schlechthin "To Mega Therion".
Das neuste Album "Gothic Kabala" wurde ebebfalls mit ein paar Songs bedacht. Diese momente waren somit für mich ein wenig zum Durchschnaufen, da ich dieses Werk nicht so zu meinen Favoriten zähle.
Unterstützt wurden die Jungs von zwei ausgebildeten Sängeren und zwei Männern. Einer davon war Snowy Shaw, der bei Therion unter Beweis stellt, dass er nicht nur Fotografieren und Trommeln, sondern auch singen kann. Zweitere war Ex-Candlemass Fronter Tomas Vikström, der den kurz vorher ausgestiegenen Mats Leven ersetzte.
Der Auftritt der Schweden war routiniert, aber kein wirklicher Höhepunkt, auch wenn man versuchte diese mit theatralischen Elementen herbeizuführen. Lag wohl an der Uhrzeit.

Setlist:
The Rise of Sodom and Gomorrah
Schwarzalbenheim
Blood of Kingu
Seven Secrets of the Sphinx
Wine of Aluqah
Son of the Staves of Time
Muspelheim
Tuna 1613
Lemuria
Ginnungagap
To Mega Therion
Cults of the Shadows


Wacken 2007Mennen

Neben einem kleinen Vorgeschmack auf ihr kommendes Album im Rahmen einer Pressekonferenz, gab es die Niederländer natürlich auch live zu bewundern. Allerdings musste man sich mit der WET-Stage begnügen. Leider geht diese immer mehr und mehr unter, da die Spielzeiten unabhängig sind und das die Auswahl nicht gerade erleichtert. Aber die Jungs hatten einige Fans dabei und auch ein bisschen Laufpublikum gab es :). Die Band legte eine große Spielfreude an den Tag und lieferten eine souveräne Show ab. Den Fans, die mit passenden Flaggen ausgestattet waren, schien es jedenfalls zu gefallen ;).

Wacken 2007


Grave Digger

Hmm die hab ich dieses Jahr doch schonmal gesehn?! Achja, aufm Rock Hard Festival ;). Naja da war ja keine große Neuheit in Sachen Setlist zu erwarten. Doch die Jungs rockten die Menge, obwohl es erst Nachmittag war und natürlich hatten die meisten sie wohl in diesem Jahr noch nicht (auf einem Festival) gesehen. Und so gab es wieder einen Querschnitt durch die letzten Jahre und Mitsingsongs wie "United" und "Rebellion". Auf der großen Bühne konnte Chris natürlich um so mehr rumfitschen und verbreitete gute Laune, die die Jungs durch ihre Spielfreude ohnehin schon rüberbrachten.

Wacken 2007


Turbonegro

Zur ersten Ladung Spaß am heutigen Tage sollten ein paar illustre Norweger eingeladen haben. Dieser Einladung folgen etliche Leute, wodurch der Platz vor der Black Stage durchaus begrenzt war.
Bei ihrem Wacken-Debüt zockten sich die Jungs quer durch die Botanik. Älteres Material wie "I Got Erection" oder "
Back to Dungaree High" wurden genauso abgefeiert wie neueres Material wie "Do You Do You Dig Destruction" oder dem allseits beliebten "All My Friends Are Dead".
Besonders Punkten konnte Hank mit seinen leibevoll bescheuerten Ansagen. So hieß es zum Beispiel "I used to have a gothic girlfriend, but she killed herself and now ALL MY FRIENDS ARE DEAD!"
Summa summarum bleibt festzuhalten, dass die Jungs einen routinierten, aber durchaus nicht grandioses gig ablieferten. Highlights waren da und Akzente wurden gesetzt, aber für das ganz große Tennis hat es leider nicht gereist. Trotzdem hat es jeder, der diesem Auftritt beigewohnt hat, sicherlich nicht bereut dabei gewesen zu sein.


Wacken 2007J.B.O.

Die Baye... eh Franken kommen! Die Rede ist natürlich von den schwarz-rosanen Helden von J.B.O., die ja schon alleine ein Garant für gute Stimmung sind und live besonders viel Spaß machen, auch wenn sie meist fast mehr quatschen als spielen ;).
Direkt zu Beginn gab es mit "Rock Muzik" einen neuen Song, dem der Klassiker "Verteidiger des Blödsinns" folgte. Zum "Medtl-Gschdanzl" gab es mal wieder ein paar neue Strophen. Diesmal über Sido, Stoiber und Co.. Besonders zelebriert wurde natürlich der neue Song "fränkisches Bier", auf die Melodie von "Griechischer Wein".
Neben den weiteren üblichen Ulkerein gab es das sehr beliebte, aber - oder gerade weil - nur live spielbare "Danke". Die Jungs rockten den Acker und sorgten für Superstimmung und Mitmachparts. Ach ja und sie laberten wieder eine Menge Blech zwischendrin -oder umgekehrt? Na egal! Nochmal, nochmal!


Setlist:
Rock Muzik
Verteidiger des Blödsinns
Faulheit siegt
Medtl-Gschdanzl
Fränkisches Bier
La Ichobein
Kuschelmetal
Melodien für Melonen
Ein guter Tag zum Sterben
Danke
Mei Alde is' im Playboy drin
Bolle
Ejaculatio Praecox
Schlaf Kindlein, schlaf
Wir ham 'ne Party
Ein Fest


Wacken 2007

Blind Guardian

Nun kamen wir zu einem der Highlights des Tages. Und wo Blind Guardian und Iced Earth direkt nacheinander auf der selben Stage spielten, hatte man sich doch insgeheim eine kleine Ãœberraschungseinlage eines Demons & Wizards-Songs gewünscht, doch diese Hoffnung wurde nicht erfüllt. Das wichtigste zuerst: Man ersparte uns das Ungetüm "And Then There Was Silence" und spielte stattdessen einige andere Songs. Ansonsten gab es eben die üblichen Klassiker, wie natürlich dem "Bard's Song", "Nightfall", "Valhalla" und Co. und natürlich einige Songs vom aktuellen Album. Ingesamt eine gut gemischte Setlist. Die Krefelder lieferten wie immer eine souveräne Show, allerdings unterschieden sich die unterschiedlichen Gigs der Jungs nicht allzu sehr, da es nicht viel neues in dem Sinne zu verzeichnen gibt. Business as usual, was aber keineswegs negativ gemeint ist.
Die Bühnendeko war wieder recht aufwändig gestaltet, auch wenn ich davon nichts sehen konnte. Es war voll! Verdammt voll! und die Leute standen, vor allem an der benachbarten Black Stage schon vor der Front of House Brust an Rücken. Echt krass... Naja wenigstens war es einem nicht kalt, denn als ich erstmal im Zelt war, traute ich mich nicht mehr unter der Decke hervor...

Setlist:
War Of Wrath
Into The Storm
Born In A Mourning Hall
Nightfall
The Script For My Requiem
Fly
Valhalla
Otherland
Welcome To Dying
Traveller In Time
The Bard's Song
Bright Eyes
Time Stands Still
Imaginations From The Other Side
Punishment Divine
Lord Of The Rings
This Will Never End

Wacken 2007Iced Earth

Der Höhepunkt des Tages war für mich der Grund, für den ich zum ersten Mal nach Wacken kam: Iced Earth. 2003 wurde daraus leider nichts, aber dieses Jahr war es dann endlich so weit und ich durfte Jon Schaffer und Co live sehen.
Eins sei direkt vor weg gesagt: Tim Owens war nicht gut bei Stimme. Er quälte sich stellenweise mehr durch das Set, als dass er brilieren konnte, wie er es das eine oder andere Mal schon tat.
Die größte Frage, die sich mir stellte war, wie sich die Setlist gestalten würde. Im Grunde hat man nicht viel falsch gemacht. Bereits zu Beginn gab es mit "Burning Times" einen richtigen Kracher zu hören. Leider sorgte Tim Owens aus bereits genanntem Grund dafür, dass sich die Freude darüber schnell schmälerte.
Weiter im Text ging es mit neuerem Material vom letzten Album "The Glorious Burden": "Declaration Day". Gefolgt wurde der Song dann wieder von zwei Klassikern. Namentlich sind das "Violate" und "Vengeance Is Mine". Bevor es dann zum ersten Mal neues Material vom kommenden Album gab.

"Ten Thousand Strong" gab schonmal vor, wohin die Reise gehen sollte. Der song riss einen direkt mit und wollte auch nicht so schnell aus meiner Birne, genauso wie das später folgende "A Charge to Keep". Schade war eigentlich, dass die Backingvocals vom Band kamen und Herr Schaffer dadurch nicht so zu vernehmen war, wie es bei normalen Backings gewesen wäre.
Nach dem kleinen Ausflug gab es mit "The Hunte" und dem von Schaffer dargebotenen "Stormrider" - einfach nur geil - wieder altes Zeug zu hören. Nach dem eben schon erwähnten Ausflug in neueres Gefilde folge wieder ein Klassiker ("My Own Savior"), bevor man dann die komplette Something Wicked-Trilogie auspackte und direkt das Publikum endgültig für sich gewann.
Als Zugabe gab es dann noch "Iced Earth" auf die Ohren, bevor es dann Richtung Zelt ging.
Unterm Strich ein schwacher Gig, der vor allem unter Tim Owens Gesangsleistung litt. Die Setlist ging soweit in Ordnung, aber man vermisst Songs wie "The Dark Saga" oder "Melancholy" schon.

Setlist:
Burning Times
Declaration Day
Violate
Vengeance Is Mine
Ten Thousand Strong
The Hunter
Stormrider
A Charge To Keep
My Own Savior
Prophecy
Birth Of The Wicked
The Coming Curse
----
Iced Earth

Wacken 2007


Samstag


Heaven Shall Burn

Der abschließende Tag sollte nunmehr gemütlich beginnen und so gab es nichts besseres als eine Dosis Heaven Shall Burn auf der PartyStage. Gesagt getan. Schon früh fanden sich zahlreiche Metalheads vor der Bühne ein, auf der die Jungs dann ordentlich einheizten. Man spielte eine ähnliche Setlist wie auf dem Rock Hard Festival, soll heißen, dass man wieder neues und auch altes Material zu hören bekam. Alles sehr durckvoll und spielfreudig dargeboten. Was hätte man auch anderes von den Metalcories erwarten können.
Sehr schön waren die Wall of Death- und Circle Pit-Einlage. Beide male wurde das Publikum aufgeforder diese bis zur Food-Area am Ende auzudehnen und gefälligst etwas mit Tsaziki mitzubringen. Die Wall of Death wurde nur bis zum FOH-Turm ausgedehnt, während sich der Circle Pit um den selbigen drehte. Einfach nur krass mit anzusehen.
Ich habe mir hinterher sagen lassen, dass man den Jungs sogar zwei Döner brachte. Kranke Sache das.


Wacken 2007Stratovarius

Für mich stand nun die erste Band des Tages an, außerdem freute ich mich, die Jungs endlich mal wieder live zu sehen, zumal ich ihren letzten Ãœberraschungsgig auf dem heiligen Acker verpasst hatte. Außerdem wurde bereits zuvor auf ihrer Homepage verkündet, dass es einen neuen Song zu hören geben würde.
Die Jungs gaben wie gewohnt ab Minute 1 an Vollgas und eröffneten direkt mit dem Ohrwurm "Hunting High And Low". Der wehrteHerr Heimacker - äh Kotipelto- sprang wiedereinmal auf der Bühne hin und her, wie man es von ihm gewohnt ist - nur der Bart war neu.
Der Gig war zwar recht kurz, dafür die Setlist aber umso besser. Und so gab es zum Besipiel "Speed of Light", "A Million Light Years Away", "Eagle Heart" und zum Abschluss "Black Diamond" zu hören. An drittletgzter Stelle stand dass neue "Last Night On Earth"; welches einen guten Vorgeschmack aufs neue Album gab, dessen VÖ-Termin noch in den Sternen steht. Alles in allem wieder ein starker Auftritt, der allerdings viel zu kurz war, zumindest für meinen Geschmack.

Setlist:
Hunting High And Low
Speed Of Light
Paradise
Distant Skies
A Million Light Years Away
Father Time
Visions
Last Night On Earth
Eagleheart
Black Diamond



Rage

Wacken 2007

Ich glaube fast eine Dekade ist es her, dass sich Rage zusammen mit einem Orchester auf dem Wacken Open Air haben blicken lassen. Mit im Gepäck hatten Peavy und Co ein Orchester aus Weißrussland, dass sage und schreibe 32 Stunden Fahrt hinter sich hatte.
Eröffenet wurde das Set von einem enorm krachenden "From the Cradle to the Grave". Damit war der Rest des Auftritts gesichert, denn mit diesem Song kann man nichts falsch machen. Schon gar nicht, wenn ein Orchester hinten dran sitzt. Ergo, man hatte das Publikum direkt in der Hand.
Natürlich gab man noch weitere Klassiker wie ein "Lingua Mortis"-Medley oder das obligatorische "Higher Than the Sky" zum besten. Songs, die nicht fehlen durften.
Passend zum Auftritt mit dem Orchester gab man auch die "Suite Lingua Mortis" vom aktuellen Output wieder. Diese war für mich im Grunde die einzige Schwachstelle bei dem Gig, da sie sich ein wenig zog.
Positiv sei noch zu bemerken, dass man auf Grund des Austiegs von Mike Terrana keine elendig langen und überlüssigen Drumsolos geboten bekam, sondern einen Song mehr. Neu-Schlagzeuger Andre Hilgers konnte bei diesem Auftritt auch überzeugen.
Leider war der Gig zu kurz, da hätte man ruhig eine komplette Headliner-Show drauße machen können, auch wenn ich sagen muss, dass auf Grund der "Suite Lingua Mortis" die 75 Minuten auch gereicht haben.


Wacken 2007Destruction

Nach den etwas ruhigeren Tönen, die bei Rage angeschlagen wurden, war es wieder einmal Zeit sich etwas die Nackenmuskulatur zu schädigen. Destruction standen auf dem Speiseplan. Serviert wurde von einem Mad Butcher aus Fleisch und Blut, der während des Sets auch mal mit Fleisch um sich schmiss oder die Girls massakrierte, direkt zu Beginn ein "The Butcher Strikes Back", dass Schmier und Mike nur so runterzockten.
Nach ein paar Klassikern gab es mit "Alliance of Hellhoundz" ein kleines Highlight auf der Bühne. Wie schon mal angekündigt und praktiziert fanden sich illustre Gäste auf der Bühne ein. Darunter Peavy von Rage oder später noch Onkel Tom von Sodom. Ein weiteres Highlight war das Triple-Drum-Solo von
Marc Reign, der von den ehemaligen Schlagzeugern Oliver Kaiser und Sven Vormann unterstütz wurde.
Zum Abschluss dieses Gigs gab es weitere Klassiker wie "Total Desaster", "Eternal Ban" und "Bestial Invasion" zu hören.
Insgesamt ein überzeugender Auftritt der Jungs, deer schon vom Butcher in Szene gesetzt wurde. Störend wirkte dieser nicht, zog aber wohl meist mehr Blicke auf sich, als Mike, Schmier und Marc.

Setlist:
The Butcher Strikes Back
Curse The Gods
Nailed To The Cross
Mad Butcher
Alliance of Hellhoundz
Soul Collector
Death Trap
Life Without Sense
Antichrist/Reject Emotions
Thrash ‘till Death
Total Desaster
Eternal Ban
Bestial Invasion


Type 0 Negative

Wacken 2007

Oh Gott, Depri-Mukke zur Prime Time? Muss das sein? Ja! Im Grunde kann man aber sagen, dass die Mukke bzw. der Auftritt mehr amüsant und abwechslungsreich als Depressiv war. Vor allem Pete Stelle zeigte sich nach den Zwischenfällen im Juni wieder gut bei Laune und vernichtete mal so eben gute drei Flaschen Wein während des Auftritts - nicht zu vergessen die etlichen Wasserflaschen, die er in Publikum warf.
Die Setlist war gespickt mit guten Songs, sodass wohl kaum Wünsche offen blieben - Ok ein paar Songs haben gefehlt.. Im Grunde also ein recht guter Gig über 75 Minuten, wenn da nicht die vielen Pausen zwischen den Songs gewesen wären. Ganz 75 wurden es dann nicht, da man gute 10 Minuten vorher schon die Stecker zog, um sich von der Bühne zu verabschieden.
Grandios war wieder einmal die Tatsache, dass man das schwarz-grüne Thema wieder mal auf die Bühne transportierte und sich selbst und die Bühne in den Farben präsentierte. Das nennt man mal stilechten Auftritt.

Setlist:
Trux
We Hate Everyone
Profits of Doom
Anesthesia
Kill You Tonight
Love You to Death
Christian Woman
Waste of Life
Black No. 1


Wacken 2007Immortal

Voll, voller, Immortal. Ich glaube voller war es nirgends. Man stellte sich nach Type 0 echt die Frage, wo plötzlich all die Leute herkamen. Es war vor beiden Bühnen brechend voll, sodass kaum noch ein durchkommen war. Selbst mich zog die Band mit ihrer enormen Präsenz quasi magisch an, auch wenn ich nicht so zu den Pandas gehöre.
Präsenz ist auch das richtige Stichwort, denn mit dieser füllten die drei Nordmänner die ganze Bühne aus, wodurch sie dort nicht verloren wirkten, was vielen Bands mit kleienr Besetzung durchaus passiert.
Das Set wurde mit "The Sun No Longer Awaits" und "Withstand the Fall of Time" eröffnet, bevor es dann mit "Sons of Northern Darkness" und "Tyrants" weiter ging. Schon bei den ersten vier Songs merkte man die enorme Macht von Immortal, denn die Norweger wurde ordentlich abgefeiert. Das konnte nur gut Enden.
Weiter ging es dann mit noch mehr Klassikern - irgendwie gab es auf dem diesjährigen WOA fast nur Klassiker hab ichd as gefühl. "One By One", "Wrath From Above" und wie sie nicht alle heißen kamen allerdings viel zu leise über die Boxen. Man konnte sich quasi nebenbei noch unterhalten. Bisschen lauter und die eisige Stimmung wäre noch besser rübergekommen. Beschlossen wurde das Set mit "Blashryk".
Am Rande sei noch bemerkt, dass Abbath ("I need a bath") irgendwie gelangweild wirkte und seine Ansagen zeugten davon, dass er mächtig einen Intus hatte.
Weitere Randnotizen sind noch, dass es etwas Pyro gab, die dem ganzen eine etwas lächerliche Note verpasste, und Abbath obligatorisches Feuerspuken durfte auh nicht fehlen. Für Lacher sorge seine Kack-Haltung, die er das eine oder andere Mal einnahm.
Unterm Strich bleibt dieser Gig von der Stimmung her einmalig, aber von der Leistung her etwas fragwürdig. Irgendwie fehlte im Set ein "Damned In Black". Nur Drummer Horgh konnte vollends überzeugen.

Setlist:
The Sun No Longer Rises
Withstand the Fall of Time
Sons of Northern Darkness
Tyrants
One By One
Wrath From Above
Unholy Forces of Evil
Unsilent Storms In the North Abyss
At the Heart of Winter
Battles In the North
Blashyrkh


In Flames

Wacken 2007

Nachdem die Schweden mich 2003 von Sekunde 1 an begeistern konnten, ohne, dass ich sie zuvor kannte, war ich skeptisch, ob sich ähnliches wiederholen lassen könnte. Zumal mir alles nach "Reroute to Remain" nicht wirklich zusagte und ich die neuen Songs auch nicht wirklich kannte (oder kennen wollte). Los ging es und die ersten drei Songs lang, standen Dominic und ich mit verwirrten Gesichtern da und fühlten uns wie die Umkehrung von Kiddies. "Muss ich das kennen?!" ging einem durch den Kopf... Tja manches Kiddie kennt nur die letzten Alben, wir kannten eben jene beiden nicht...
Mit "Pinball Map" und "Trigger" gab es dann endlich etwas Bekanntes und es folgten weitere Leckerbissen aus den übrig gebliebenen sieben Studioalben unterbrochen von Momenten des Unwissenden Staunens. Zum Ende hin gab es dann auch mein heißgeliebtes "Cloud Connected", was wie gerufen kam "wehe ihr spielt nicht Cloud Connected" - zack da kams. Jedenfalls machten die Jungs mal wieder eine super Stimmung und legten eine geile Show hin, auch wenn ich mir die Auslassung der letzten beiden Alben gewünscht hatte, was aber natürlich persönliche Preferenzen sind und nicht umzusetzen, zumal das ja die übliche Vorgehensweise ist.
Für mich kam es nicht an 2003 ran, aber wer sie damals nicht gesehn hat, wird sicher nichts vermisst haben!

Setlist:
Leeches
Crawl Through Knives
Dead Alone
Pinball Map
Trigger
Episode 666
Graveland
Colony
System
Bottled
Egonomic
Come Clarity
Only For The Weak
Cloud Connected
The Quiet Place
Take This Life
My Sweet Shadow


Fazit

Wieder einmal haben es die Jungs vom WOA geschafft, ein super Festival auf die Beine zu stellen. Super Billing wie immer, sowie eine gute Organisation, bei der man sich ständig neue Gedanken für Verbesserungen macht und diese auch umsetzt. Einziger Wehmutstropfen war, dass es leider extrem voll war. Ansonsten bleibt nicht viel anderes zu sagen als, See you 2008, rain or shine!


Bericht: Nathalie Mohr, Dominic Türk
Fotos:
Amorphis, Blind Guardian, Destruction, Iced Earth, Immortal, In Flames, J.B.O., Rage, Turbonegro, Type 0 Negative: Michael Wiesner http://www.wiesner.org/
Lizenz:

Impressionen, Mennen, Grave Digger, Stratovarius: Nathalie Mohr

Sodom: Michael Kölsch http://www.mkoelsch.info/

Therion: Florian Matzhold http://www.thedarkcrusade.info
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Publiziert am: 2007-09-15 (3605 mal gelesen)

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