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Freedom Call, Mystic Prophecy, Fallen Angel
01.04.2005, Matrix Bochum



Neues, starkes Album und mit Mystic Prophecy eine klasse Band als Support im Gepäck. Zwei Gründe, die uns, Nathalie Mohr und Dominic Türk, überzeugt haben Freedom Call in der Bochumer Matrix mal einen Besuch abzustatten und die Live-Tauglichkeit der Songs zu beurteilen.
Alles weitere steht im Bericht.... ;)


Fallen Angel Von der Matrix als Veranstaltungsort kann man ja bekanntlich halten, was man will. Schlechter Sound, schlechte Luft und überteuert Preise waren angesagt. Die Vorurteile trafen auch allesamt zu, 2,50€ für 0,3l Cola bei tierischer Hitze in der Röhre (Tube) übertraf selbst Wacken.
Um eines vorweg zu nehmen: Vorne am Bühnenrand war der Sound um längen besser als hinten. Mag wohl daran liegen, dass der Sound der Monitorboxen besser und homogener rüberkam, als jener der PA.
Nichts desto trotz ließ sich unsere gute Laune nicht trüben.

Als Opener hatte man Fallen Angel mit im Gepäck. So richtig konnte uns die Band nicht überzeugen. Alle Songs klangen irgendwie gleich. Der Gesang war mehr schlecht als recht, da dieser recht rauh klang, mag aber auch an der PA gelegen haben. Einzige Abwechslung im ansonsten monotonen Einheitsbrei bat der letzte Song "Darkness". Dieser Stampfer machte mehr Spaß als der Rest der Setlist zusammen. Fallen Angel gaben zwar alles, konnten die Menge aber nicht mitreißen. Richtig Stimmung herrschte beim Auftritt nur bei der mitgereisten Fangruppe aus Lippstadt, welche die Jungs richtig abfeierte.

Nach einer kurzen Umbaupause waren dann Mystic Prophecy an der Reihe. Bereits nach dem ersten Song hatte Frontmann R.D. Liapakis die Menge im Griff. Er forderte das Publikum immer wieder auf die Hände in die Höhe zu reißen, was dann irgendwann leicht nervig wurde. OK, man muss ja nicht jeden "Scheiß" mitmachen. Gesagt getan! Lieber ein paar Fotos mehr schießen.
Mystic Prophecy Beim näheren Betrachten stellte man fest, dass Liapakis ein durchsichtiges, fast zu kurzes Hemd trug, unter dem des öfteren sein Bierbäuchlein hervorblitzte, was einen zum schmunzeln anregte. Nach einer kurzen Diskussion über die Kleiderwahl wandte sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen.
Saitenhexer Gus G und auch dem Rest der Band sah man die Spielfreude an. Die ständigen Positionswechsel der Musiker machten es schwer in Ruhe Fotos zu schießen. Trotzdem gelang es einige gute zu machen.
Wer bis "Dust of Evil" noch nicht ganz überzeugt war, wurde spätestens ab diesem Song überzeugt. Der stampfende Groove des Songs dürfte auch den letzten animiert haben sein Haupthaar im Takt zu schwingen.
Vor "Regressus" verließ Liapakis kurzeitig die Bühne und wir fragten wir uns warum Klaus Meine von den Scorpions plötzlich auf der Bühne stehe. Klaus Meine war es nicht, der da stand, aber der gute Herr Liapakis trug nun ebenfalls eine solche lustige Mütze wie Herr Meine es meist tut. Hätte nur noch gefehlt, dass er "Wind of Change" angestimmt hätte. Diese Mütze behielt er bis zum Ende des Gigs auf.
Die Stimmung war mittlerweile auf dem Siedepunkt und Mystic Prophecy wurden vom Publikum abgefeiert. Dies stachelte die Band natürlich an und man gab 150%. Ständig wechselten die Musiker die Seiten, nur Drummer Dennis Ekdahl blieb an Ort und Stelle, was auch nicht weiter verwunderlich war, denn wie sollte man ein Drummkit mal eben anders positionieren. Einzig und allein die Sangekraft Liapakis` ließ allmählich nach.
Nach einer guten Stunde verabschiedeten sich Mystic Prophecy und räumten die Bühne für Freedom Call, und es wurde klar, dass sie es nach diesem Auftritt schwer haben dürften dort anzuknüpfen, wo Mystic Prophecy aufgehört hatten.

Mystic Prophecy Setlist Mystic Prophecy:
Intro
Night of the Storm
Forgotten Soul
Never-Ending / In Hell
Dust of Evil
Under a Darkened Sun
Eternal Flame
Regressus
Sign of the Cross
Lords of Pain
Time Will Tell
Warriors of Lies
Calling From Hell
Burning Bridges
Mystic Prophecy

Während der Umbaupause stellten wir fest, dass die Luft mittlerweile unerträglich geworden war und noch ca. zwei Stunden vor uns lagen. Aufgrund der Wucherpreise für Getränke, die nichtmals irgendwo einsehbar waren, blieb es dann auch bei einer Cola. Da muss man halt durch.
Licht aus, Bühne frei für Freedom Call.

Freedom Call Während des Intros wurde die Bühne in ein dezentes blau-lila getaucht. Dies wirkte sehr atmosphärisch und ließ auf einen guten Auftritt hoffen.
Bereits nach "Kings & Queens" feierte die Menge Freedom Call ab. Das Eis war gebrochen, doch ob sich die Stimmung durch den ganzen Gig ziehen würde blieb fraglich.
Dass man mit einem Song vom neuen Output "The Circle of Life" starten würde, war uns bewusst, doch gerade "Kings & Queens" zu wählen überraschte uns. Der Song kommt auf Platte nicht ganz zur Geltung, erwieß sich aber nach kurzer Zeit als live-tauglich.
Mit "We Are One" gab es dann eine Song der älteren Gattung. Frontmann Chris, der den Auftritt ganz in weiß bestritt, hatte die Menge voll im Griff und ermutigte die Leute immer wieder mitzumachen. Weiter ging es dann mit zwei neueren Nummern: "Hero Nation" und "Hunting High and Low". Erstere kam schon auf Platte sehr gut zur Geltung und überzeugte auch live voll und ganz.
Als Chris dann "The Quest" anstimmte sang das Publikum lauthals mit und er musste den Song noch nicht einmal vorstellen. Das "The Quest" schon so früh in der Setlist auftauchte war leicht verwunderlich. Diesen Song hätte man weiter hinten erwartet, aber dies trübte die Stimmung nicht.
Nach "Warriors of Light", mit einer "We Will Rock You"-Einlage in der Mitte, die man sich auch hätte sparen können, folgte dann ein eher langweiliges und unspektakuläres Gitarrensolo. Lieblos aneinander geknüpftes "Gefrickel" mit wenig Abwechslung. Auch das gegenseitige "Anstacheln" von Chris und Cede brachte kaum Abwechselung, wirkte zudem eher einschläfernd und nahm die Spannung aus dem Gig.
Freedom Call Weiter ging es dann mit dem Opener vom Album. "Mother Earth" klingt auf Platte ziemlich poppig, live ist der Song aber um einiges härter und der poppigen Charakter verschwand. Einzig und allein der mehrstimmige Refrain ließ live zu wünschen übrig. Trotzdem ist der Song wie auf CD ein Knaller.
Nach einem weiteren Song der älteren Gattung, "Metal Invasion", gab es dann das obligatorische Drumsolo von Dan Zimmermann. Über Drumsoli kann man sich ja streiten. Der eine mag sie, der andere nicht. Bei diesem Drumsolo schieden sich auch die Götter. Irgendwie machte es keinen Sinn ein Drumsolo in die Setlist einzubauen. Dan brachte nur ein paar kleine Veränderungen zum "Skeletons in the Closet"-Drumsolo ein, von daher war es eher langweilig. Lustig mit anzusehen war nur der Part, bei dem sich Dan im Takt zur Bassdrum schauspielreif verprügelte. Natürlich war nach diesem Solo wieder etwas die Luft raus, obwohl die Fans den Herrn Zimmermann mit Applaus überhäuften.
Weiter im Text ging es dann mit einer Mischung aus alt und neu. Bei "Rhythm of Life" und "Land of Light" legte Chris die Gitarre bei seite und stand nur mit einem Mikro auf der Bühne. Irgendwie sah er ohne Gitarre ein wenig unbeholfen aus und wusste scheinbar nicht so recht was er anstellen sollte.
Nach "Freedom Call", bei dem Chris eine Saite riss und er den Rest des Songs ohne Gitarre bestreiten musste, verabschiedete sich die Band zum ersten mal. Abgefeiert wurden sie jetzt schon und kehrten für eine oder zwei, das wusste man bis dahin noch nicht, Zugaben auf die Bühne zurück. Mit Warriors, bei dem man im Gegensatz zur Studioaufnahme die Keyboardpassagen erkannte, gab es die erste Zugabe. Der Refrain wurde von Chris zu einem kleinen Mitsingteil umfunktioniert, was auch prima funktionierte.
Freedom Call Beim letzten Song "Hymn to the Brave", DER Freedom Call Song schlechthin, gaben Freedom Call noch mal alles und die Fans dankten es der Band mit lauten "Freedom Call! Freedom Call!" Rufen. Nach den beiden Zugaben war dann Schicht im Schachte und die Band holte sich beim Publikum den verdienten Applaus ab und verließ dann die Bühne.

Setlist Freedom Call:
The Gathering (Intro)
Kings & Queens
We Are One
Hero Nation
Hunting High and Low
The Quest
Warriors of Light
Guitarsolo
Mother Earth
Metal Invasion
Drumsolo
Rhythm of Life
Land of Light
Carry On
Starlight
Freedom Call
-----------------------------
Warriors
Hymn to the Brave


Insgesamt kann man den Abend als gelungen abstempeln, trotz des schlechten Sound, aber dies war nicht anders zu erwarten.


Bericht: Nathalie Mohr, Dominic Türk
Fotos: Dominic Türk








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Publiziert am: 2005-04-13 (2443 mal gelesen)

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