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Eisregen - Schlangensonne [Dark Metal / 2010]

AlbumcoverMit ihrem achten Album Schlangensonne melden sich Eisregen knapp anderthalb Jahre nach ihrem letzten Album Knochenkult und ziemlich genau ein Jahr nach ihrem Livealbum Bühnenblut zurück. Trotz vieler Lineup-Wechsel in den letzten Jahren können sie damit eine gewisse Beständigkeit zeigen und signalisieren, dass sie nichts unterkriegen kann.

Wohl ist die Mitgliederzahl geschrumpft, dafür ist die Produktionsqualität ein weiteres Mal gestiegen. Noch nie klang Eisregen so klar und druckvoll wie auf Schlangensonne. An einigen Stellen fällt auf, dass der Gesang eine Spur lauter sein könnte, in der Regel sind alle Instrumente gut hörbar. Nur ein Instrument hört man gar nicht mehr: Die Violine, auf späteren Album ausgetauscht durch eine Bratsche. Aber irgendwo muss der Mitgliederschwund seinen Zoll fordern. An Qualität verlieren die Lieder dadurch nicht, da sich mehr auf die verbliebenen Instrumente konzentriert wurde und vor allem Roths Stimme so gut wie noch nie klang - auch abseits des Gekeifes. Der klare Gesang wurde auf diesem Album klar zurückgeschraubt und gut dosiert und klingt deutlich professioneller als auf älteren Werken. Zwischen den Anfangszeiten (ganz ausgeprägt bei dem Nebenprojekt „Eisblut“) und der Gegenwart liegen Welten. Zum Glück.

Die Texte sind typisch für Eisregen, die Liednamen sprechen schon Bände: Mal geht es um einen „Zauberelefanten“, also einer Frau, die ihrem Mann nicht dick genug sein kann und so lange gefüttert wird, bis sie nach einem Jahr stirbt, mal um „Kai aus der Kiste“, einem Kind, dass, wie der Name schon sagt, in einem Schuhkarton großgezogen wird und sich auf Weihnachten freut, da es dann endlich einen Wäschekorb als Wohnort erhält. Die lyrische Qualität hat aber auch Ausreißer, sowohl nach oben als auch nach unten: „Tod senkt sich herab“ sticht neben seiner Marschmelodie auch mit seinem sehr ernsthaften Text heraus, in dem es um Dresden zur Zeit des zweiten Weltkrieges geht und sich ein Mann nach dem Tod seiner Frau durch einen Bombenangriff ebenfalls den Tod wünscht. Als Kontrast sei „Das Allerschlimmste“ erwähnt, welches mit der Frage „Arschloch? Wo ist das Arschloch?“ eröffnet wird. Textabschnitte wie „Du bist ein Superidiot - ich fänd' es cool wärst du schwer krank - oder zur Sicherheit gleich tot“ klingen eher lächerlich als alles Andere. Zum Glück sind alle Ausreißer in diesem einen Text vereint.

Insgesamt macht das Album einen sehr soliden Eindruck, man verzichtet auf Experimente und setzt mehr auf eingängige Refrains, wie zum Beispiel in dem schon erwähnten „Zauberelefanten“ und Ohrwurm-Melodien wie in „N8verzehr“ oder auch „Auf ewig Ostfront“, welche dem einen oder anderen Fan schon mal eine schlaflose Nacht einbringen wird. Wer mit Eisregen bisher nichts anfangen konnte, wird auch Schlangensonne nichts abgewinnen können. Fans können guten Gewissens zugreifen.

Wer sich frühzeitig das Album gesichert hat und in den Genuss einer limitierten Version gekommen ist, bekommt die Antwort darauf geliefert, warum Jesus Christus auf dem Cover Brüste hat. Dies werde ich aber an dieser Stelle nicht verraten, da ich den Spannungsbogen nicht ruinieren möchte.


Tracklist:
01. "N8verzehr"
02. "Blute aus"
03. "Auf ewig Ostfront"
04. "Ernte den Untergang"
05. "Zauberelefant"
06. "Kai aus der Kiste"
07. "Tod senkt sich herab"
08. "Linkshänder"
09. "Das Allerschlimmste"
10. "Schlangensonne"
11. "Blutfeti-Christ (Digipak Bonus)"

  

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Hinzugefügt am: 05. Mai 2010
Autor: Gordon Emminghaus
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Sprache: german
Punkte:   (8/10)
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